Wer seine Mittagspause nicht mit einer geschmierten Scheibe Brot verbringen möchte und keine Kantine in der Firma hat, der sollte sich ein Bistro in der Nähe suchen, das er immer besuchen kann.

Ein Bistro ist ein kleines Lokal, das in der Regel einfach möbliert und ohne große Deko ist. Das Angebot der Speisen ist meistens klein, die Preise dafür aber auch. Der Übergang vom Bistro zum Café, zur Kneipe und zum Restaurant ist fließend.

Das Bistro kommt ursprünglich aus Frankreich und entstand während der 50er Jahre. Seitdem erfreut es sich großer Beliebtheit.

Wer bei den Speisen eine größere Auswahl an Gerichten haben möchte, der sollte sich ein Restaurant suchen. Die Bezeichnung kommt übrigens auch aus Frankreich und entstand im 18. Jahrhundert, die Geschichte des Restaurants ist jedoch viel älter: Bereits im Römischen Reich gab es Restaurants. So konnten bereits in Pompejis Kneipen und Garküchen, die sogenannten Thermopolias, entdeckt werden.

In China gibt es Restaurants erst seit dem zehnten Jahrhundert. Kochen gehörte damals zur Allgemeinbildung. Wenn man etwas besonders Gutes essen wollte, ging man in ein Restaurant. Auch im Tourismus, der sich seit dem 14. Jahrhundert in China entwickelte, spielten Restaurants eine große Rolle und es entstanden Ausflugsrestaurants sowie Restaurantschiffe auf den Seen.

In Europa entwickelten sich die Restaurants des Römischen Reiches zu Gasthäusern, die primär von Reisenden besucht wurden. Im 16. Jahrhundert entwickelte sich in England verstärkt die Idee des heutigen Restaurants. Damals begannen Inns und Tavernen immer zu bestimmten Zeiten ein Tagesgericht zu einem Einheitspreis anzubieten. Dieses wurde mit speziellem Geschirr an einem gewöhnlichen Tisch serviert. Das Tagesgericht wurde ordinary genannt. Im 17. Jahrhundert entwickelten sich die ordinaries zu Clubs, Spielsalons und Zentren intensiver politischer Debatten und Aktivitäten. Charles II. ließ sie jedoch 1675 schließen.

Erst im Rahmen der französischen Revolution gab es wieder Restaurants wie heute. Zu dem Zeitpunkt wurde das überkommende Zunftrecht für die Bewirtung aufgehoben. Bis dahin war das Bewirtungsgewerbe in die Innungen wie Suppenküchen oder Pastetenbäckereien strikt getrennt.

Gab es vor der Französischen Revolution in Paris noch keine hundert Restaurants, stieg die Zahl bis 1800 auf knapp 600 Geschäfte. Politiker und Leute mit Rang und Namen trafen sich gerne zu geschäftlichen Unterredungen in Restaurants. Neu bei den Restaurants war, dass die Gäste an Einzeltischen Platz nehmen konnten. Durch die Einführung einer Speisekarte gab es fast rund um die Uhr warme Speisen. Darin unterschieden sich die Restaurants von den anderen Gaststätten, bei denen es in der Regel nur ein Tagesmenü zum Festpreis gab. Außerdem wurden die Gerichte serviert.

Frankreich war damit Vorreiter. Sowohl in anderen europäischen Ländern als auch in den USA wurde das Restaurant mit freier Menüwahl erst im 19. Jahrhundert üblich. Dort gab es zu Beginn vor allem Hotelrestaurants.

Seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts gibt es nicht nur Einzelrestaurants, sondern Ketten, die in verschiedenen Städten und sogar in verschiedenen Ländern die gleichen Gerichte und die gleiche Speisekarte anbieten. Außerdem haben sich Sonderformen herausgebildet, wie Selbstbedienungsrestaurants wie Mc Donalds und Burger King oder Erlebnisgastronomie wie zum Beispiel das Achterbahn-Restaurant Rollercoaster, das in Hamburg und Dresden sitzt.